“Defective by Design” heißt die Kampagne der Free Software Foundation, welche auch dieses Jahr wieder einen internationalen Tag gegen DRM-Techniken ankündigt, welche uns als Nutzer entmündigen und nicht mehr die Kontrolle über den eigenen Computer ermöglichen. Ihr könnt Euch tolle Aktionen on- wie offline ausdenken und diese in einem Wiki dokumentieren oder auf einer Mailingliste diskutieren (beide englisch-sprachig). Tweet
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4. Mai 2011: Internationaler Anti-DRM-Tag
http://www.netzpolitik.org/2011/4-mai-2011-internationaler-anti-drm-tag/
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April 1 2011, 9:37pm | Comments »
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75.000.000.000.000$
http://www.netzpolitik.org/2011/75-000-000-000-000/
Eine beachtliche Zahl: 75 Billionen Dollar. Eine 75 mit 12 Nullen und einem Dollarzeichen. So hoch ist der Schaden, den allein (!) die Tauschbörse LimeWire angerichtet haben soll, und auf den sie nun von 13 Firmen aus der Musikindustrie gemeinschaftlich verklagt werden sollte. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt der ganzen Welt und mehr als die Musikindustrie seit Erfindung des Plattenspielers (1877) verdient hat. Der ökonomische Schaden durch Filesharing scheint also weitaus größer zu sein, als bisher angenommen. Bitter für die Musikindustrie: Der Richter wies die Forderung als “absurd” ab.
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March 28 2011, 4:20pm | Comments »
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USA: 5 Jahre Haft wegen Haftung für Links?
http://www.netzpolitik.org/2011/usa-5-jahre-haft-wegen-haftung-fur-links/
Vor einiger Zeit berichteten wir hier bereits von der neuen Taktik der US-Regierung, Domains wegen Copyright-Verstößen zu beschlagnahmen. Dieses Schicksal ereilte unter anderem auch die Domain channelsurfing.net, unter der Links zu Online-Streams von TV-Sendungen und Sport-Übertragungen veröffentlicht wurden. Wer die Seite aufruft, bekommt eine Sperrnotiz zu sehen. (Ähnlichkeiten zur Türkei sind sicher nur Zufall) Das war aber wohl erst der Anfang. Brian McCarthy, der Betreiber der Seite, wurde am Freitag verhaftet. Der Vorwurf lautet auf “kriminelle Copyright-Verletzung”, die mögliche Höchststrafe sind 5 Jahre Freiheitsentzug. Wohlgemerkt: McCarthy hat nie selbst gestreamt, sondern nur Links zu externen Seiten gesetzt. Das mag nun wie Haarspalterei klingen, aber die Folgen,wenn nun Links “illegal” werden, sind in ihrem Ausmaß kaum abzuschätzen. Nicht nur die die Frage, über wie viele Ecken ein Link noch strafbar sein sollen, illustriert, wie realitätsfern allein die Idee ist. Mache ich mich strafbar, wenn ich auf jemanden linke, der auf jemanden linkt, der…? Insbesondere, weil sich auch die Veränderung des Inhalts einer verlinkten Seite meinem Einfluss entzieht, ergäbe sich hier letztlich nur Sicherheit, wenn man gar nicht verlinkt. Um mal ein altbekanntes Mem anzustrengen: “Ohne Links ist das Internet aber weitgehend wertlos.”
Altbekannt sind auch hierzulande die Hinweise “Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Blah blah blah … Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Seitenadressen … blah blah blah“, die in Ihrer Absurdität kaum zu überbieten sind. Der neue Ansatz des Departments of Homeland Security und des Departments of Immigration and Customs Enforcement gehen darüber weit hinaus. “Shoot the messenger” bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. Demand Progress! hat eine Petition ins Leben gerufen und die Anklage veröffentlicht.
(Dank für den Hinweis an Jens Best)
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March 10 2011, 4:37pm | Comments »
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Medienpiraterie in Schwellenländern
http://www.netzpolitik.org/2011/medienpiraterie-in-schwellenlandern/
Fünfundreißig Forscher haben 3 Jahre Zeit in die Studie Media Piracy in Emerging Economies investiert, die gestern veröffentlich wurde. Laut der Autoren ist es die erste unabhängige, groß angelegte Studie über Musik-, Film- und Software-Piraterie in Ländern wie Brasilien, Indien, Russland, Südafrika, Mexiko und Bolivien. Hautergebnis ist, dass gesetzliche Schritte gegen die steigenden Copyright-Verstöße keine Wirkung hatten. Die Autoren argumentieren, dass die Bürger in die Piraterie gedrängt würden, weil erschwingliche legale Zugangsmöglichkeiten nicht vorhanden sind. Piraterie als kultureller Mundraub könnte man wohl sagen. Die Hautpbefunde:
Kommerzielle Piraterie-Anbieter leiden ebenso, wie die legale Industrie: Sie können nicht mit Gratis-Angeboten konkurrieren. (mein Lieblingsergebnis, L.N.) Die Preise sind zu hoch.Eine Ausgabe von Microsoft Office ist 5 bis 10 mal so teuer in Brasilien, Russland etc. als in Europa. Dadurch sind die legalen Märkte auch so klein. Wettbewerb wäre gut. In Schwellenländern dominieren aber globale Firmen den Markt, und haben kaum Konkurrenz. “Erziehung” gegen Piraterie hat versagt. Piraterie ist kein Stigma, sondern einfach Teil der Mediennutzung Das Gesetz zu ändern ist einfach, aber die Gewohnheiten zu ändern, ist schwer. Zwar haben Firmen alle möglichen Gesetze durchlobbyieren können – aber insbesondere in Ländern mit hochbalasteter Justiz werden sie niemals zu einer nachhaltig die Gewohnheiten verändernden Massendurchsetzung kommen. Strafverfolgung hat keinerlei Einfluss auf das Grundaufkommen von Piraterie.
Hier zur Studie.
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March 9 2011, 2:44pm | Comments »
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Wie man Creative Commons Inhalte nicht nutzt
http://www.netzpolitik.org/2011/wie-man-creative-commons-inhalt-nicht-nutzt/
Die Online-Redaktion der Grünen zeigt aktuell wieder anschaulich, wie man Creative Commons Lizenzen falsch nutzt. Benjamin Stöcker hat zahlreiche Beispiele einer falschen Nutzung gesammelt. Creative Commons lizenzierte Inhalte bedeuten eben nicht, dass man einfach Bilder kostenlos nehmen kann und dann nur den Urheber nennen braucht, sondern man sollte auch die wenigen Regeln beachten, wie Verweis auf die jeweilige Lizenz. Urheberrecht ist schon schwierig, darum wollen wir es ja ändern und vereinfachen. Damit auch zukünftig die Onlineredaktionen unserer Parteien ohne Urheberrechtsverletzung über die Aktivitäten ihrer jeweiligen Partei berichten können. Hintergrund zur Nutzung von Creative Commons lizenzierten Inhalten bietet unser Netzpolitik-Podcast Folge 101: Creative Commons für Blogger (Gilt auch für Online-Redakteure)
March 8 2011, 4:14pm | Comments »
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Spenden für GeoHot gegen Sony
http://www.netzpolitik.org/2011/spenden-fur-geohot-gegen-sony/
George Hotz, bittet um Spenden für den ihm bevorstehenden Prozess gegen Sony. Hotz, der auch in der iPhone-Jailbreak-Szene eine wichtige Rolle spielt, hatte eine Anleitung veröffentlicht, wie man Herr seiner PS3 wird, woraufhin Sonys Anwälte vor Gericht seine Festplatten erklagt haben. Sony sued the wrong guy I am an advocate against mass piracy, do not distribute anyone’s copyrighted work but my own, do not take crap lying down, and am even pro DRM in a sense. For example, I believe Apple has every right to lock down their iPhone in the factory as much as they want, but once it’s paid for and mine, I have the right to unlock it, smash it, jailbreak it, look at it, and hack on it.
Fortunately, the courts agree with me on this point. My PS3 goal has been to provide users a legitimate path to homebrew, which by the standards of all previous cases (or, in reverse), is 100% legal. Sony does not even try to allege piracy or copyright infringement in this case, they allege I did things like play “super mario world, an unauthorized game” on MY PS3. And access MY PS3 in an unauthorized way. Who are they to authorize what I do with my taxed and paid for property? fail0verflow’s goal was even nobler than mine. They wanted to give you back a feature Sony illegally stole, Linux on your PS3. It’s shameful on Sony’s part that they are being sued at all. If you have a problem with pirates, sue them, don’t sue people who point out your shortcomings. Why should I care about your personal legal troubles? You shouldn’t. For example, if I was taken to court for sex crimes in Sweden, I would never ask for donations. But this case isn’t about me. Clearly I am not being sued because of something I have that Sony wants, I am being sued in order to send a message that Sony is not to be messed with. But if I(and all codefendants likewise) actually win this, we have the power to send a much stronger message back. That consumers have rights, and we aren’t afraid to stand up for them. Ich würde gerne spenden, bin aber zu spät dran: Die erste Spendenrunde ist geschlossen, die Kosten sind gedeckt und Hotz will sich nicht persönlich bereichern. Unter einem neuen Blog berichtet GeoHot er über den Fall. Dort wird er auch eine nächste Spendenrunde bekanntgeben, wenn sie notwendig wird. Auch die Internet-Bürgerwehr ist auf den Fall aufmerksam geworden und ruft zum Boykott auf. Dem schließe ich mich allein schon deshalb an, weil ich nie zum Kauf von Hardware raten würde, die einem dann nicht gehört.
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February 21 2011, 3:22pm | Comments »
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Der Remix-Guttenberg
http://www.netzpolitik.org/2011/der-remix-guttenberg/
Die Diskussion um die geremixte Dissertation von unserem Verteidigungsminister Guttenberg passt eigentlich nicht auf dieses Blog. Anscheinend machen das viele genauso, man sollte sich nur nicht erwischen lassen. Und etwas blöd ist es schon, wenn man dafür Summa cum laude bekommt, später in herausragender Stelle sitzt und einem dann das schummeln nachgewiesen wird. Andererseits gibt es ein paar Punkte, die wiederum gut passen. Hier gibt es erstmal eine Google-Docs-Gruppe, wo kollaborativ die Zitate ohne Fußnoten gesammelt werden. Eben waren es bereits 23 gegenüber den zwölf bereits am Vortag gefundenen. Durch eine rege Mitarbeit kann es zu schreibgeschützten Versionen des Google-Docs kommen. Update: Das Google-Docs ist übelaufen, hier gibt es auch eine Wikia-Gruppe. Dann haben wir noch Günter Krings von der CDU, der gerne als Urheberrechtshardliner ein härteres Durchgreifen propagiert. Und in diesem Fall? Hier findet er die Vorwürfe „lächerlich“. Gibt es hier einen Sinneswandel und Anerkennung von Remix-Kultur? Wird Günter Krings zukünftig andere Positionen in der Urheberrechtsdebatte vertreten, weil er erkannt hat, dass z.B. die Forderung, jemanden das Internet wegnehmen für das tauschen von Kultur und angewandte Medienkompetenz durch Remixen einfach lächerlich ist? Wird er gar das Abmahnwesen beenden, bevor jetzt jeder Betroffene zu Guttenberg abmahnt? Auf Twitter gibt es zahlreiche Meme rund um Guttenberg. Am lustigsten fand ich bisher diesen Spruch von @peterglaser: Guttenberg nach Afghanistan dissertiert
February 17 2011, 10:42am | Comments »
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GeoHot rappt gegen Sony
http://www.netzpolitik.org/2011/geohot-rappt-gegen-sony/
Dass George Hotz ein begabter Knabe ist, hat er mit seinen beachtlichen iPhone und PS3-Hacks unter Beweis gestellt. Sony war von seinem Talent nicht so angetan und hat ihn verklagt. Nun trieben die Richter und Anwälte es auf die Spitze: GeoHot muss seine Festplatten an Sony geben. Per Gerichtsbeschluss! Während sowohl der Sinn als auch die Rechtmäßigkeit dieses Urteils wohl mehr als nur anzuzweifeln sind, macht George mit einem weiteren Talent auf sich aufmerksam:
Über den Prozess gegen ihn berichtet er auf seiner Website.
February 15 2011, 3:49pm | Comments »
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Gesucht: Beispiele für Künstler-Geschäftsmodelle mit Offenheit
http://www.netzpolitik.org/2011/gesucht-beispiele-fur-kunstler-geschaftsmodelle-mit-offenheit/
Die Enquete-Kommission Internet & digitale Gesellschaft hat eine Arbeitsgruppe Urheberrecht. Für den Zwischenbericht soll es ein Kapitel über neue Geschäftsmodelle für Künstler geben, was ich übernommen habe. Meine Vorgehensweise wäre eigentlich, ein Pad zu eröfnnen und alle einzuladen, daran kollaborativ mitzuschreiben. Das darf ich aber leider nicht, denn die Texte sollen von den Sachverständigen alleine geschrieben werden. Nun hat man dabei als Netzaktivist gegenüber den meisten anderen Mitgliedern der Enquete den Nachteil, dass man nicht auf einen Stab von Mitarbeitern der eigenen Lobbyorganisation oder des eigenen Bundestagsbüros zurückgreifen kann, die dann (heimlich) beim Schreiben mithelfen. Dafür hab ich dieses Blog und die Kommentare und lade einfach alle ein, mir Hinweise zu geben, welche spannenden Projekte ich in dem Text mit auflisten soll. Eine Menge hab ich schon im Hinterkopf. Grob formuliert kann man diese in verschiedene Blöcke einteilen: - Erschaffung von Mangel, wo es sonst keinen gibt (limitierte Deluxe-Sets, Nine Inch Nails, etc) - Promo für andere Verkaufswege, Einbindung von Communities (Cory Doctorow, Nine Inch Nails, etc.) - Crowd-sourcing und -funding (Flattr, Kickstarter, Musopen, Vodo, SellYourRights, Sell-a-Band, Nina Paley) - Fair-Trade-Modelle für Musik und Film (MICA, Magnatune, OnlineFilm) - Streaming (Last.fm, Spotify, Simify.de) Welche Beispiele sollte ich noch unbedingt mit reinnehmen und kurz beschreiben? Gibt es noch einen Block, den ich vergessen habe?
February 14 2011, 7:06pm | Comments »
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